Gefahrenquelle "Wechselwir-kungen zwischen Medika-menten und Lebensmitteln"

Wechselwirkungen zwischen Nahrungsmitteln und ArzneimittelnMilchprodukte und andere Lebensmittel können die Wirksamkeit von Arzneimitteln deutlich verändern (Quelle: ABDA)Düsseldorf, 04.06.2014. Der diesjährige „Tag der Apotheke“ wird am 5. Juni 2014 unter dem Motto „Sicher is(s)t sicher!“ stehen. „An diesem Aktionstag werden wir unsere Patienten verstärkt über die Wechselwirkungen zwischen Medikamenten und Lebensmitteln informieren“, so Lutz Engelen, Präsident der Apothekerkammer Nordrhein in Düsseldorf.

Milch, Lakritze oder Salami, fast jeder genießt zumindest ab und zu eines dieser Lebensmittel. Was jedoch die wenigsten wissen: der Genuss von Lebensmitteln kann die Wirkung von Medikamenten negativ beeinflussen. „Die Wirkung von vielen Medikamenten wird durch bestimmte Lebensmittel verringert, verstärkt oder verändert“, erläutert Lutz Engelen.

Besonders folgende Lebensmittel, welche die Wirksamkeit von Arzneimitteln deutlich verändern können, werden die Apotheker in Nordrhein in den Mittelpunkt ihrer Beratung stellen: Milch, Lakritze, länger gelagerte, eiweißreiche Lebensmittel wie Salami, aber auch grünes Gemüse und Grapefruit. „Wir werden gezielt über Wechselwirkungen aufklären und im persönlichen Beratungsgespräch auch wichtige Zusatzinformationen liefern“, ergänzt Apotheker Lutz Engelen. Auch über Wechselwirkungen im Zusammenhang mit Alkohol und Tabakkonsum werden die Apothekerinnen und Apotheker beraten und informieren.

Dass ein großer Bedarf an gezielter Aufklärungsarbeit zum Thema „Wechselwirkungen zwischen Medikamenten und Lebensmitteln“ besteht und man das Thema nicht unterschätzen sollte, bestätigt auch eine aktuelle Meinungsumfrage von TNS EMNID: Etwa nur die Hälfte der Befragten wusste von Wechselwirkungen mit Milch, obwohl Milchprodukte fast täglich konsumiert werden. Das in der Milch enthaltene Kalzium kann z.B. die Wirkung einiger Antibiotika oder von Medikamenten gegen Knochenschwund beeinträchtigen.

Ein weiterer Beratungsschwerpunkt gilt dem Zusammenhang von Gemüseverzehr und Medikamenten, die die Blutgerinnung beeinflussen. Das in Brokkoli und Spinat enthaltene Vitamin K verändert die Wirkung dieser Medikamente. Beim Verzehr größerer Mengen grünen Gemüses können die Medikamente schwächer wirken, so dass gefährliche Blutgerinnsel entstehen können.

Wer Wechselwirkungen vermeiden will, sollte das Beratungsangebot seines Apothekers oder seiner Apothekerin vor Ort nutzen und fragen: Welche Wechselwirkungen sollten individuell berücksichtigt werden? Reicht eine Pause zwischen Lebensmittelgenuss und Medikamenteinnahme aus oder muss komplett auf das Lebensmittel verzichtet werden? Diese und weitere Fragen beantworten die Apothekenteams in Nordrhein ihren Patienten – nicht nur am 5. Juni, dem diesjährigen „Tag der Apotheke“.

Bei allem sollte der Patient beachten: „Eine Dosisänderung oder gar ein Therapieabbruch verordneter Medikamente sollte grundsätzlich in jedem Fall nicht ohne Rücksprache mit dem Arzt erfolgen“, so Apotheker Lutz Engelen.

In den allermeisten Fällen könne bei Berücksichtigung einfacher Maßnahmen die Therapie unverändert weitergeführt und auch auf den Genuss entsprechender Lebensmittel braucht nicht verzichtet werden.

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