Erkältungssaison steht vor der Tür - Kälte und Heizungsluft sind Komplizen der Viren

Herbstzeit ist ErkältungszeitHerbstzeit ist Erkältungszeit (Quelle: iStock)

Düsseldorf, 10. Oktober 2013. Im Herbst beginnt bei entsprechend kühler, nasser Witterung die Erkältungssaison.

Kälte und Nässe sind dabei gefährliche Mittäter. Sie schwächen das Immunsystem, weil sie die Durchblutung der Nasenschleimhaut vermindern. Auch in überheizten und geschlossenen Räumen haben die Keime leichtes Spiel. Die warme Luft trocknet die Schleimhäute aus. Erreger können so schlechter abgewehrt werden. Die Apotheker in Nordrhein geben daher vor der anstehenden Erkältungssaison wichtige Tipps, wie man sich vor Erkältungsviren schützt und worauf Betroffene achten sollten.

Erkältete suchen häufig professionellen Rat in der Apotheke. „Ich versuche dann zunächst einmal herauszufinden, welche Beschwerden im Einzelnen vorliegen. Dabei ist es wichtig, die Eigendiagnose des Betroffenen zu überprüfen“, erklärt Lutz Engelen, Präsident der Apothekerkammer Nordrhein in Düsseldorf. Dabei ist es gegebenenfalls auch notwendig, den Patienten an den Hausarzt zu verweisen.

„Mancher Patient, der mit einem Husten zu mir kommt, verlangt nach einem Hustenstiller, obwohl er viel Auswurf produziert“, so Engelen.

Doch in diesem Fall sei – zumindest tagsüber – ein Schleimlöser das richtige Mittel. „Der Schleim muss abgehustet werden. Sonst droht eine schwere Bronchitis oder eine Lungenentzündung“, erläutert Engelen. Pflanzliche Mittel mit Extrakten aus Efeu, Thymian, Schlüsselblume oder Eukalyptus können die Bronchien unterstützen, den Schleim hinauszubefördern. Als Alternative gibt es auch synthetische Wirkstoffe.

Abends sollten Betroffene jedoch auf schleimlösende Mittel verzichten. Hilfreicher sind pflanzliche Hus­tenstiller, die Extrakt aus Eibisch, Spitzwegerich und Isländisch Moos enthalten. Sie helfen dabei, die Nacht durchzuschlafen. Patienten mit trockenem Hus­ten profitieren auch tagsüber davon. „Bei synthetischen Hustenstillern sind Wechsel- und Nebenwirkungen wie z.B. eingeschränktes Reak­­tionsvermögen zu beachten“, so Engelen.

Gegen leichte Halsschmerzen, die eine Erkältung meist ankündigen, helfen Lutschtabletten, die die Schleimhäute schützen, befeuchten oder den Schmerz mittels lokaler Betäubung lindern. Beginnen die Nasenschleimhäute anzuschwellen und die Nase zu laufen, sorgen Sprays mit abschwellenden Wirkstoffen wieder für freie Atemwege. „Nasensprays sollten jedoch nicht länger als fünf Tage angewendet werden, um eine Abhängigkeit und damit verbundene unangenehme Folgen zu vermeiden“, so Lutz Engelen.

Erkältungsviren lauern überall

Sie schwirren im Bus, im Büro und im Supermarkt durch die Luft und sind von kleinsten Tröpfchen menschlichen Sekrets umgeben. Daher auch der medizinische Begriff "Tröpfcheninfektion". Die Viren haften lange an den angehusteten Gegenständen. Oder sie gelangen beim Niesen erst an die Hände und anschließend auf Türklinken oder Handtücher. Dort können sie einige Stunden überleben. Häufig werden sie auch beim Händeschütteln weitergereicht.

Mit einfachen Maßnahmen vorbeugen

Im Herbst und Winter sollte man daher die Hände häufiger als sonst mit warmem Wasser und Seife gründlich waschen. Desinfektionsmittel, wie zum Beispiel praktische antibakterielle und keimtötende Handgels, verringern auch unterwegs die Ansteckungsgefahr.

Vorbeugen lässt sich auch mit einfachen Maßnahmen wie vitaminreicher und ausgewogener Ernährung und ausreichendem Schlaf. Nicht zuletzt stärkt auch regelmäßige Bewegung das Immunsystem.

Diejenigen, die nicht erfolgreich vorbeugen konnten, sollten auf jeden Fall beherzigen, den Infekt richtig auszukurieren. „Sonst kann der Körper schwer erkranken. Insbesondere das Herz ist in Gefahr, da das Risiko von Herzmuskelinfektionen mit entsprechenden Schädigungen nie ausgeschlossen werden kann“, warnt Lutz Engelen.

Erkältung und echte Grippe werden oft verwechselt

Bei einer Erkältung treten Husten, Schnupfen und Halskratzen meist nacheinander auf. Die Influenza hingegen bricht meist plötzlich aus und ist verbunden mit hohem Fieber, Husten und Gliederschmerzen.

„Eine Grippeimpfung schützt zwar nicht vor einer Erkältung, aber sicher vor der echten Grippe und deren Folgen“, erklärt Lutz Engelen. Senioren, Menschen mit chronischen Erkrankungen und solche, die viel Kontakt mit anderen Menschen haben, wird die rechtzeitige Impfung vor der beginnenden Grippezeit empfohlen.

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