Höhere Notdienstvergütung gefordert

Die Apotheker in Nordrhein "machen den Tag zur Nacht"

16.02.2013 Die Apotheker in Nordrhein wollen sich am bundesweiten Aktionstag zur Nacht- und Notdienstpauschale beteiligen. Viele Apotheken werden am 28. Februar zwischen 12 und 13 Uhr ihre Türen schließen und die Patienten und Kunden nur noch über die Notdienstklappe versorgen.

Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr hat den Apothekern eine dringend notwendige Notdienstpauschale für die Erbringung ihrer Nacht- und Notdienste ab Januar 2013 versprochen. Erste Gespräche und Vorschläge hat es gegeben. Ein konkretes Ergebnis steht jedoch noch aus.

„Mit ihrer Beteiligung am bundesweiten Aktionstag „Wir machen den Tag zur Nacht!“ am 28. Februar 2013 wollen die Apotheker die Bedeutung des Apotheken-Notdienstes noch einmal deutlich unterstreichen“, so Lutz Engelen, Präsident der Apothekerkammer Nordrhein. Zwischen 12 und 13 Uhr werden viele Apotheken ihren Service auf den so genannten „Klappendienst“ beschränken. Patienten und Kunden sollen vor den Apotheken über die nächtlichen, sonn- und feiertäglichen Gemeinwohlleistungen informiert werden.

„Die Apotheker in Nordrhein versehen den Notdienst mit einem hohen fachlichen und personellen Engagement, obwohl er unter heutigen Bedingungen aus ökonomischer Sicht fast immer ein Zuschussgeschäft ist“, betont Thomas Preis, Vorsitzender der Apothekerverbands Nordrhein.

Mit der bisherigen Vergütungsregelung für die Nacht- und Notdienste sind weder das Gehalt des Notdienst leistenden Apothekers noch die weiteren laufenden Kosten der Apotheke während des Nacht- und Notdienstes, der bis zu 24 Stunden dauern kann, zu decken.