Neujahrsempfang der Apothekerkammer Nordrhein

Düsseldorf, 09.01.2013

Einzelkämpfertum im Gesundheitssystem war gestern. Kooperation ist die Zukunft.

Mehr als 200 Apotheker und Repräsentanten des nordrheinischen Gesundheitssystems folgten in diesem Jahr der Einladung der Apothekerkammer Nordrhein zum traditionellen Neujahrsempfang ins Düsseldorfer Maxhaus. Die zentrale Bedeutung der Apotheken als wichtige Schnittstelle zwischen Patienten und Ärzten unterstrich Gastrednerin Barbara Steffens, Gesundheitsministerin des Landes Nordrhein-Westfalen.

Lutz Engelen, Präsident der Apothekerkammer Nordrhein, unterstützte in seiner Begrüßung ausdrücklich die jüngsten Forderungen der Landesgesundheitskonferenz NRW nach einer patientenorientierten Kooperation von Ärzten, Apothekern und Pflegeberufen zur Optimierung der Arzneimitteltherapiesicherheit. „Kein Einzelkämpfertum, sondern kontinuierliche, interdisziplinäre, von gegenseitigem Respekt und Vertrauen geprägte Zusammenarbeit. Genau das ist der Weg!“ so Engelen.

Auf diesem Weg sei die Apothekerkammer Nordrhein mit mehreren Projekten bereits erfolgreich unterwegs, so Engelen weiter. So starte in diesen Tagen in NRW die bundesweit erste, berufsübergreifende Patientenstudie unter dem Namen „PharmCHF“.

Diese Studie ist das größte gemeinsame wissenschaftliche Projekt von Apothekern und Ärzten in Deutschland.

Die PharmCHF-Studie ist ein weltweit einzigartiges Studienprogramm für Patienten mit anhaltender Herzmuskelschwäche, auch chronische Herzinsuffizienz genannt. Apotheker und Ärzte untersuchen gemeinsam, ob ein interdisziplinäres Programm in Arztpraxen und Apotheken die Medikamenteneinnahme herzschwacher Patienten verbessern kann. Chronische Herzinsuffizienz zählt mit rund 2,8 Mio. Betroffenen zu den größten gesundheitlichen Problemen in Deutschland.

„Es erfüllt uns in Nordrhein ein wenig mit Stolz, dass durch die alleinige finanzielle Unterstützung aus der Stiftung der nordrheinischen Apothekerinnen und Apotheker mit der Förderung der Umsetzungsstudie der Grundstein zu diesem einzigartigen Projekt gelegt werden konnte“, erklärte Engelen.

Landesgesundheitsministerin Steffens forderte, die flächendeckende Versorgungsstruktur insbesondere im ländlichen Raum zu erhalten und den 24-stündigen Nacht- und Notdienst der Apotheken sicherzustellen. Sie setzte sich für eine existenzsichernde Vergütung der Apotheker ein, damit eine unabhängige und patientenorientierte Beratung durch den Apotheker auch in Zukunft gesichert sei. „Wenn Apotheker Patienten nach eingehender Beratung vom Kauf eines Medikaments abraten, dürfe dies nicht zu wirtschaftlichen Problemen für den Apotheker führen. „Der Apotheker dürfe sich nicht in die Insolvenz beraten“, so Barbara Steffens.

„Wir müssen sicherstellen, dass der Apotheker von heute und insbesondere der freiberufliche Nachwuchs die eigene Apotheke nicht als hohes Risiko oder gar als finanzielle Bedrohung sieht“, ergänzt Kammerpräsident Engelen.

Allein in Nordrhein kamen im Jahr 2012 auf eine Neugründung fast vier Schließungen, sodass die Anzahl der Apotheken den niedrigsten Stand seit über 10 Jahren erreicht hat.

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