Auf eine Apotheken-Neugründung in Nordrhein kommen vier Schließungen

Flächendeckende Versorgung insbesondere im ländlichen Raum gefährdet.

Düsseldorf, 15. August 2012. Durch die Sparmaßnahmen der letzten Jahre geraten immer mehr Apotheken in die roten Zahlen und müssen schließen. So kommen in Nordrhein im ersten Halbjahr 2012 auf eine Neugründung fast vier Schließungen, sodass die Anzahl der Apotheken den niedrigsten Stand seit über 10 Jahren erreicht hat.

Seit nunmehr fast 10 Jahren hat es keine Verbesserung der Honorierung für die Tätigkeit der Apotheken gegeben.

Die Erträge und die wirtschaftliche Situation werden maßgeblich durch die gesetzlich festgelegte Preisverordnung bestimmt.

Die von der Politik geplante Anpassung der Vergütung der öffentlichen Apotheken für die Versorgung der Bevölkerung mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln in Höhe von 25 Cent ist vollkommen ungenügend.

Darauf machen die Apotheker in Nordrhein aufmerksam. Sie kritisieren vor allem, dass die seit 2004 – dem Jahr der letzten Anpassung der Apothekenhonorierung – aufgelaufene Inflationsrate von 14,4 Prozent und die um 18 Prozent gestiegenen Tariflöhne in den Berechnungen des Bundeswirtschaftsministeriums vollkommen unzureichend berücksichtigt wurden.

„Wir fordern den Gesetzgeber auf, eine Anpassung so vorzunehmen, dass die seit 2004 nachweislich gestiegenen Kosten sowie die aufgelaufene Inflationsrate ausgeglichen werden“, so Thomas Preis, Vorsitzender des Apothekerverbandes Nordrhein e.V.

Zusätzlich fordern die Apotheken eine leistungsgerechte Bezahlung des Nacht- und Notdienstes sowie für die Herstellung und Abgabe von Rezepturen und die Versorgung mit Betäubungsmitteln.

„Nur so kann die flächendeckende Versorgung durch die öffentliche Apotheke mit Arzneimitteln an 365 Tagen rund um die Uhr in der Stadt und auf dem Land gewährleistet werden“, betont Lutz Engelen, Präsident der Apothekerkammer Nordrhein.

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