Wir sind mehr wert als 25 Cent!

10. September 2012
Unterschriftenaktion: WIR sind dabei - sind SIE dabei?

 

Sehr geehrte Apothekerinnen und Apotheker in Nordrhein-Westfalen,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

nach dem Entwurf des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) vom 27. Juli 2012 für eine Änderung der Arzneimittelpreisverordnung soll der Festzuschlag für verschreibungspflichtige Arzneimittel mit Beginn 2013 von derzeit 8,10 Euro je Arzneimittelpackung auf 8,35 Euro erhöht werden. Pro Packung also um 25 Cent. Hochgerechnet auf alle in Apotheken abgegebenen Packungen entspricht das für alle Apotheken einer Honorarerhöhung von 190 Mio. Euro pro Jahr.

Diese Anhebung der Vergütung auf 8,35 Euro pro Packung ist völlig unzureichend. Bereits im März hatte die deutsche Apothekerschaft eine Erhöhung des Festzuschlags auf 9,14 Euro gefordert und dies gegenüber der Politik ausführlich begründet.

Aktuell scheinen die beteiligten Bundesministerien für Wirtschaft und Gesundheit an ihrer Position festhalten zu wollen. Zusätzlich sperrt sich das Bundesfinanzministerium grundsätzlich gegen eine Erhöhung. Es gibt derzeit also keine Perspektive für eine angemessene Verbesserung des Unternehmerlohns, auch wenn Bundeskanzlerin Merkel mit ihrer Ankündigung, 1,75 Euro als Ausgangsbasis für eine Neuverhandlung des Apothekenabschlages gesetzlich festschreiben zu wollen, Hoffnungen geweckt hat, dass sich für 2013 noch etwas in die richtige Richtung bewegen lässt. Nichts scheint aktuell gesichert.

Die Gespräche mit der Politik auf Bundesebene sind mühsam, zäh und noch nicht befriedigend. Die Krankenkassen schüren das Feuer der steigenden Arzneimittel-Ausgaben durch eine zu hohe Apothekendichte. Die Kunden haben kaum Verständnis für die Forderung nach einer gerechten Vergütung.

Es reicht uns jetzt!

Seit fast zehn Jahren warten wir Apotheken vergeblich auf die gesetzlich festgelegte Anpassung für die Honorierung der Abgabe verschreibungspflichtiger Arzneimittel. Während dieser Zeit sind die Einnahmen der gesetzlichen Krankenversicherung um über 25 Prozent gestiegen, die Geldentwertung in diesem Zeitraum betrug rund 15 Prozent. Die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) angedachte Anpassung um nur 25 Cent, also etwa 3 Prozent, steht zu diesen Zahlen in einem offensichtlichen und eklatanten Missverhältnis.

Beteiligen Sie sich an unserem Appell für eine gerechte Honorierung!Unser Appell an die Politik – Ihre Unterschriften für eine gerechte Honorarerhöhung zum Erhalt der inhabergeführten Apothekenlandschaft
Zeitnah werden wir ein Gespräch mit der Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen, Frau Hannelore Kraft und der Gesundheitsministerin, Frau Barbara Steffens, führen und sie dabei um Unterstützung unseres Anliegens bitten. Wir wollen diesen Termin nutzen und ihnen demonstrieren, wie wichtig uns unsere Honorarforderung ist, und wie wichtig wir Apotheken für eine wohnortnahe und patientengerechte Gesundheitsversorgung in Nordrhein-Westfalen sind.


Bitte beteiligen Sie sich daher mit Ihren Unterschriften an dieser Maßnahme. Nur mit Ihrer Unterstützung können wir etwas erreichen.
Beigefügt erhalten Sie unseren „Appell an die Politik“. Tragen Sie diesen bitte durch Ihre Unterschrift und die Unterschriften Ihrer Mitarbeiter mit und senden Sie uns diese per Fax (0211–8388-222) bis Freitag, den 14. September 2012 an die Geschäftsstelle der Apothekerkammer Nordrhein in Düsseldorf.

 

Lutz Engelen, Präsident der Apothekerkammer Nordrhein

Thomas Preis, Vorsitzender des Apothekerverbandes Nordrhein e.V.

Gabriele Regina Overwiening, Präsidentin der Apothekerkammer Westfalen-Lippe

Dr. Klaus Lutz Michels, Vorsitzender des Apothekerverbandes Westfalen-Lippe e.V.

 

 

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Ansprechpartner

Dr. Stefan Derix

Geschäftsführer

Tel.: 0211 83 88 - 100

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