EuGH-Urteil - jetzt gilt es, Öffentlichkeit und Politik für die Folgen dieser Entscheidung zu sensibilisieren!

 

Rundfax vom 21. Oktober 2016

 

An die Apothekerleiterinnen
und Apothekenleiter in Nordrhein

EuGH-Urteil – aktueller Sachstand:NRW und Bayern sprechen sich für ein Verbot des Versandhandels mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln ausUnterstützen Sie die Kampagne auch in Ihrer Apotheke

 

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

die vom Europäischen Gerichtshof (EuGH) am Mittwoch verkündete Entscheidung im Verfahren zu Rx-Boni bedeutet, dass sich ausländische Arzneimittel-Versandhändler nicht mehr an die in Deutschland geltende Preisbindung für rezeptpflichtige Medikamente halten müssen. Für deutsche Apotheken bleibt die Arzneimittelpreisbindung bestehen. Wir werten diese EuGH-Entscheidung als destruktiven europäischen Eingriff in die Rechtsordnung unseres deutschen Gesundheitswesens und als Angriff auf die flächendeckende heilberufliche Arzneimittelversorgung durch öffentliche Apotheken. Wir fordern daher von der Politik mit Nachdruck ein Verbot des Versandhandels mit rezeptpflichtigen Arzneimitteln.

Die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml hat dazu bereits eine Bundesratsinitiative gestartet. Auch NRW-Landesgesundheitsministerin Barbara Steffens hält den Vorstoß aus Bayern, wie heute Medien berichten, „für einen Schritt in die richtige Richtung. Nach dem EuGH-Urteil brauchen wir eine sofortige Lösung, um unsere Apothekenstruktur zu erhalten“, erklärte eine Sprecherin von Ministerin Steffens. NRW hatte dazu bereits vor einiger Zeit eine entsprechende Initiative gestartet.

Jetzt gilt es, alle Kräfte zu mobilisieren und Öffentlichkeit und Politik für die Folgen dieser Entscheidung zu sensibilisieren. Daher haben wir auf Landes- und auf Bundesebene ab sofort die politische Kommunikation massiv intensiviert. Zusätzlich bitten wir auch um Ihre Unterstützung. Gemeinsam mit der ABDA haben wir kurzfristig folgende Maßnahmen ergriffen:

 

  • Aktivierung des Netzwerks Politische Kommunikation / Mobilisierung der Wahlkreis- und Social-Media-Botschafter.
  • Schaltung eines Anzeigenmotivs in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und der Süddeutschen Zeitung, um ein starkes Signal zu setzen, das in der breiten Öffentlichkeit, bei Meinungsbildnern und der Politik wahrgenommen wird.
  • Anzeigenschaltungen in politischen Medien wie Tagesspiegel, Politik & Kommunikation, Cicero, Berliner Republik und Das Parlament werden zusätzlich politische Multiplikatoren in Berlin informieren und sensibilisieren.
  • Flankiert werden diese Maßnahmen durch aufmerksamkeitsstarke Werbemaßnahmen in der politischen Öffentlichkeit der Hauptstadt Berlin, wie z.B. Plakataktionen in den größten Berliner U-Bahnhöfen und Plakatmotiven im Berliner U-Bahn-Netz und im Umfeld des Bundesgesundheitsministeriums sowie dem Reichstag.

Informations- und Aktionsmaterialien für Apotheken

In der nächstmöglichen Ausgabe der Pharmazeutischen Zeitung erhalten die Apotheken per Beileger ein öffentlichkeitswirksames Plakat für das Apothekenschaufenster. Zusätzlich erhalten Sie Politik-Postkarten zur EuGH-Entscheidung, die von Apothekenleitern und deren Teams an die jeweiligen Wahlkreisabgeordneten verschickt werden sollen. Damit jeder Abgeordnete auch auf lokaler Ebene von Ihren Apotheken höchstmöglich sensibilisiert wird. Die notwendigen Empfängeradressen werden im perforierten Teil der PZ abgedruckt.

Nutzen Sie wenn möglich auch die persönliche Ansprache Ihres/r Bundestagsabgeordneten – auch wenn er/sie nicht Mitglied im Gesundheitsausschuss ist – um ihm/ihr die verheerenden Auswirkungen des EUGH-Urteils auf die Arzneimittelversorgung in Deutschland zu verdeutlichen.

  • Für die kurzfristige Patienteninformation zum Thema "Preisbindung" stellen Kammer und Verband in Nordrhein Ihnen das als Anlage beigefügte Dokument bereit.

Die Patienteninformation sowie die ABDA-Aktionsmaterialien (Anzeigenmotiv, Postkarte und ein Onepager (Argumentationshilfe)) stehen hier (als Link hinterlegt oder oben rechts auf dieser Internetseite) für Sie zum Downloadbereit.

Wir werden Sie weiter informieren.

 

Mit freundlichen, kollegialen Grüßen

 

Thomas Preis                                           Lutz Engelen
Vorsitzender                                            Präsident
Apothekerverband Nordrhein e.V.       Apothekerkammer Nordrhein

 

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