Nachweis der Sachkunde in Pflanzenschutz - Frist beachten!

Apotheker, PTA und PKA, die am 14. Februar 2012 sachkundig waren,
behalten ihre Sachkunde für den Verkauf. Allein die Art des Nachweises
ändert sich: Bisher war die Sachkunde mit Vorlage des Berufsabschlusses (Approbation, Berufserlaubnis, PKA-Brief) nachzuweisen, zukünftig
geschieht dies mit dem neuen Sachkundenachweis im Format einer
Scheckkarte. Dieser ist per Antrag bei der Landwirtschaftskammer NRW
erhältlich, sofern der Wohnsitz in Nordrhein-Westfalen liegt. Der Antrag
ist aufzurufen unter: www.landwirtschaftskammer.de
> Pflanzenschutz-Sachkunde > Neuer Sachkundenachweis

Dieser Antrag muss bis zum 26. Mai 2015 bei der Landwirtschaftskammer NRW eingegangen sein. Bis zum 25. November 2015 kann die
Sachkunde noch mit der Berufsabschlussbescheinigung nachgewiesen
werden. Wer also nach dem 25. November 2015 nicht über den neuen Nachweis verfügt und seine Sachkunde aber weiterhin nachweisen
möchte, kann sich nicht mehr als sachkundig ausweisen und muss den
Nachweis der Sachkunde neu erwerben (z. B. über einen Sachkunde-
Lehrgang mit abschließender Prüfung).

Zukünftig Fortbildungspflicht für Erhalt des Pflanzenschutz-Sachkundenachweises
Über das oben beschriebene Verfahren hinaus gilt fortan eine Fortbildungspflicht. Die neu erworbenen Sachkundenachweise (Scheckkartenformat) bleiben grundsätzlich unbegrenzt gültig. Allerdings hat der Gesetzgeber eine Fortbildungspflicht eingeführt. Wer am 14. Februar 2012 sachkundig war, ist verpflichtet, im Zeitraum vom 1. Januar 2013 bis zum 31. Dezember 2015 eine Fortbildungsveranstaltung zur Sachkunde im Pflanzenschutz zu besuchen und muss diesen Besuch ggf. auch nach weisen. Eine Übersicht der aktuell von der Landwirtschaftskammer NRW anerkannten Veranstaltungen in NRW finden Sie hier:

www.landwirtschaftskammer.de > Pflanzenschutzsachkunde > Fort- und Weiterbildungsverpflichtungen

Wird die Fortbildungsverpflichtung nicht nachweislich erfüllt, wird der
Sachkundenachweis widerrufen. Die Fortbildungsveranstaltungen dauern mindestens vier Stunden und beinhalten keine Prüfung. Über Details der Veranstaltungen (Kosten, Ort, Dauer, Anmeldeverfahren usw.)
informiert der angegebene Link der Landwirtschaftskammer NRW. Die
Inhalte können von den Veranstaltern nach einem Baukastenprinzip aus
acht Themenbereichen gestaltet werden:

  • Rechtsgrundlagen
  • Integrierter Pflanzenschutz
  • Schadursachen und ihre Diagnose
  • Pflanzenschutzmittelkunde
  • Umgang mit Pflanzenschutzmitteln
  • Geräte/Ausbringung
  • Risikomanagement
  • Anwenderschutz

 

Wird die Fortbildungspflicht im ersten Dreijahreszeitraum erfüllt (2013
bis 2015), muss die nächste Fortbildung im nächsten Dreijahreszeitraum
(2016 bis 2018) erfüllt werden, usw.
·

zurück